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Publikationen

Als kleinen Ausschnitt der Diskussion um (externe) QS und QM für psychotherapeutische Praxen, die seit etwa 25 Jahren von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, Berufsverbänden usw. geführt wird, führe ich hier Veröffentlichungen von mir zu QS und QM auf, z.T. mit Hinweisen zum Inhalt.

 

Piechotta, B. (2008) PsyQM – Qualitätsmanagement für Psychotherapeutische Praxen
Springer Heidelberg

Piechotta, B., Müller, U. (2008) Qualitätssicherung für niedergelassene analytische Psychotherapeuten (QNAP) – Evaluation eines QS-Projektes von niedergelassenen Psychoanalytikern in NRW 2001 – 2004
Forum der Psychoanalyse 24, S. 382-394 (Springer)

„Das QNAP-Projekt (2001 – 2004) wurde initiiert von niedergelassenen Psychoanalytikern (AFTAP, DGPT), um Instrumente für die interne Qualitätssicherung in der Praxis zu erproben. Für die Datenerhebung zu den Behandlungen wurde QPP (Prof. Rudolf, Heidelberg) eingesetzt, das aus einer Testbatterie und Elementen der OPD besteht.
In der anschließenden Evaluation wurden die Teilnehmer nach ihrer professionell begründeten Einschätzung befragt, ob die eingesetzten Instrumente geeignet sind, Krankheitsbild und Behandlungsergebnisse zutreffend abzubilden, auf Blockaden in den Behandlungen aufmerksam zu machen, und neue Verstehens- und Handlungsmöglichkeiten für die Behandlung zu eröffnen. Sie beurteilten den Nutzen der Instrumente für die Qualität der therapeutischen Arbeit, die Praktikabilität im Praxisalltag, sowie die Veränderungen von therapeutischer Beziehung, Übertragung und Gegenübertragung durch den Einsatz der Fragebögen.
Die Aussagen von 15 Teilnehmern, bezogen auf 63 Behandlungen, erlaubten keine quantitative Analyse; die qualitative Auswertung stellt einen Erfahrungsbericht von berufserfahrenen, am Thema interessierten Praktikern dar. Die Teilnehmer attestierten dem Einsatz der Instrumente einen begrenzten Nutzen, gaben aber auch skeptische bis negative Rückmeldungen zu vielen Aspekten. Der Nutzen rechtfertigte aus Sicht der meisten Teilnehmer nicht den Aufwand. Aus den differenzierten Rückmeldungen lassen sich Konsequenzen für die zukünftige Gestaltung von QS- und QM-Maßnahmen folgern.“

Diel F., Gibis B. (Hg.) (2006) QEP Qualitätsziel-Katalog (Mitarbeit an der Entwicklung)
(Deutscher Ärzte-Verlag)

Diel F., Gibis B. (Hg.) (2006) QEP Manual (Mitarbeit an der Entwicklung)
(Deutscher Ärzte-Verlag)

Piechotta, B. (2003) Qualitätsmanagement für Psychoanalytiker – Stein der Weisen oder Stein des Sisyphos?
Forum der Psychoanalyse 19, S. 129-148 (Springer)

„Ausgehend von aktuellen Qualitätsproblemen und offenen Fragen im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung wird ein Konzept für Qualitätsmanagement und Zertifizierung für Psychoanalytiker dargestellt und begründet, das auf der Basis von professionellen Qualitätsmanagement-Modellen (DIN ISO 9000 ff., EFQM) entwickelt wurde.“

Piechotta, B., Meier, U. (2002) Zwischen Scylla und Charybdis – Dokumentation psychotherapeutischer Leistungen im Spannungsfeld von Nachweispflicht und Praktikabilität
Psychotherapeutische Praxis 2: 158-164 (Hogrefe)

Piechotta, B. (2000): Bericht über die DPTV-Veranstaltung „Pro und Contra: Das Gutachterverfahren in der Psychotherapie“
Zeitschrift Verhaltenstherapie und psychosoziale Praxis (Jg. 32, Heft 3), dgvt-Verlag

Schon vor 20 Jahren wurde über Gutachterverfahren vs. QS diskutiert – der Text liest sich stellenweise, als wäre es gestern gewesen …

Piechotta, B. (2000): Zum Dialog zwischen Praxis und Klinik. Ein Beitrag zur Struktur- und Prozeßqualität der psychotherapeutischen Versorgung
In: Ruff, W. (Hg.): Heilsame Begegnungen: Netzwerke in der stationären Psychotherapie. Göttingen (Vandenhoeck & Rupprecht), S. 29-47

„Der Dialog zwischen Klinik und Praxis unterscheidet sich in manchem vom Dialog zwischen Niedergelassenen. Es handelt sich um unterschiedliche Systeme, mit unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten und deshalb größeren Verständigungsschwierigkeiten – und damit der Möglichkeit von größeren Reibungsverlusten an den Schnittstellen. Wenn man die verschiedenen Therapie-Schritte, die ein Patient durchläuft, aus der Sicht des Patienten als einen Gesamt-Prozeß sieht, wäre der Dialog zwischen den daran Beteiligten nicht nur ein Merkmal der Strukturqualität, sondern auch der Prozeßqualität. Im Sinne eines übergreifenden Qualitätsmanagements wäre es möglich, daß nicht nur Kliniken, sondern auch Praxen ihre „Behandlungsziele und -standards ausarbeiten sowie ihre Arbeitsformen und -inhalte explizieren und transparent machen, damit sie auch von NutzerInnen wahrge-nommen und ggf. hinterfragt werden können“ (Vogel 1998, S. 855). NutzerInnen in diesem Sinne wären nicht nur Patienten, sondern auch die anderen Dialog-Partner.“

Piechotta, B. (2000): Psychoanalyse im Elch-Test. Analytische Behandlungsqualität und Behandlungsziele unter veränderten Rahmenbedingungen für ambulante Psychotherapie
In: Schlösser, A.-M., Höhfeld, K. (Hg.): Psychoanalyse als Beruf. Gießen (Psychosozial-Verlag), S. 367-384

Vortrag DGPT-Tagung 1999
„Ich sehe eine Herausforderung für Analytiker darin, daß sie auf der Ebene des beruflichen Alltags ihre impliziten Standards und Ziele formulieren und kommunizierbar machen. Psychoanalyse hat viele Bereiche des Gesundheitswesens befruchtet; diese Bereiche gewinnen jetzt einen Umfang in der psychotherapeutischen Versorgung, der die Psychoanalyse völlig an den Rand zu drücken droht. Wenn die Psychoanalyse in der Krankenversorgung überleben will, werden die Psychoanalytiker noch viel deutlicher als bisher zeigen müssen, was sie tun und worin der besondere Wert ihrer Art zu arbeiten liegt, sowohl für die Patienten, als auch für die Kostenträger. Wenn man beginnt, Fehler und Mängel als zu hebende „Schätze“ (Selbmann 1994) zu suchen, sollte zumindest der Schatz der schon vorhandenen Qualität ebenfalls deutlich sichtbar sein. Hier ist noch viel Arbeit zu leisten, um unser internes Wissen auch für Außenstehende transparent und nachvollziehbar zu machen.“

Piechotta, B. (1998): Basisdokumentation Fachpsychotherapie (Psy-BaDo) – Wer sichert die Qualität der Qualitätssicherung?
Forum der Psychoanalyse 14: S. 275-288 (Springer)

„Psychotherapeuten stehen vor der Alternative, Qualitätssicherung innerhalb gewisser Grenzen selbst zu gestalten, oder aber sie sich von äußeren Instanzen nach deren Kriterien vorgeben zu lassen. In der Auseinandersetzung mit der Psy-BaDo wird die Frage diskutiert, wie weit Qualitätssicherung im Bereich der ambulanten analytischen Psychotherapie die Definitionen und Konzepte aus anderen Bereichen (Industrie, naturwissenschaftlich orientierte Medizin) unmodifiziert übernehmen kann, ohne daß die Qualität des zu Sichernden verändert oder verschlechtert wird. Es wird differenziert zwischen dem Einsatz der Psy-BaDo für die individuelle Qualitätssicherung des einzelnen Therapeuten und ihrem Einsatz für die Qualitäts- und Psychotherapieforschung. Es werden Ansätze dargestellt, wie für analytische Psychotherapie das aktuelle Qualitätssicherungs-Konzept modifiziert werden könnte.“

Piechotta, B., Karger, A. (1996): C³I [Command, Control, Communications and Intelligence]. Überlegungen zur Qualitätssicherung in der analytischen Psychotherapie
Forum der Psychoanalyse 12, S. 356-362 (Springer)

Beatrice Piechotta - Rosmarinstr. 12 L  - 40235 Düsseldorf  -  eMail: kontakt@qs-psychotherapie.de